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Interview zur Secure WebBox mit Stefan Heier

Die TW Soft GmbH hat eine Lösung entwickelt, die das Thema sicheren Datenaustausch und Datensicherheit adressiert: Über die „Secure WebBox“ können Unternehmen interne Daten für mobile Apps bereitstellen, ohne dabei ein Sicherheitsrisiko einzugehen. Erfahren Sie im Interview mit Stefan Heier, Director Digital Products und Mitglied der Geschäftsleitung bei TW Soft, wie die Secure WebBox funktioniert und für welche Szenarios sie sich eignet.

Herr Heier, welche Probleme kann ein Unternehmen mit Ihrem Produkt „Secure WebBox“ lösen?

Stefan Heier: Mit der Secure WebBox (SWB) haben wir eine Lösung für Unternehmen entwickelt, die sensible und vertrauliche Daten an andere Systeme oder mobile Apps übertragen wollen, und denen die Sicherheit und Vertraulichkeit der eigenen Daten sehr wichtig ist. So stehen viele Firmen vor der Herausforderung, interne Daten nach außen übertragen zu müssen – etwa, weil sie Daten in mobilen Apps benötigen. Hier kommt die Secure WebBox ins Spiel: Sie wird als sicherer Vermittler zwischengeschaltet, sodass interne und externe Anwendungen nicht direkt miteinander kommunizieren. Damit können Unternehmen Sicherheitsrisiken deutlich reduzieren.

Wie funktioniert das genau?

Stefan Heier: Die Kommunikation zwischen den Anwendungen erfolgt AES-enkodiert über einen zentralen Cloud Safe, einem Verteilzentrum für verschlüsselte Datenpakete. Der Cloud Safe erhält die Datenpakete von den internen Anwendungen und kümmert sich dann um die Verteilung an die jeweiligen Nutzer der mobilen Applikationen. Zur Beschleunigung der Zustellung steht ein Push-Service zur Verfügung.

Es gibt ja bereits ähnliche Lösungen, wie beispielsweise VPN oder eine Portfreischaltung. Was hebt die Secure WebBox von anderen Lösungen ab?

Stefan Heier: Lassen Sie mich das an einem Beispiel erklären: Ein Smartphone kann alleine aufgrund der Größe leichter verloren oder gestohlen werden, als z.B. ein Notebook. Wenn dieses nun in die falschen Hände gerät und sich jemand Zugang zu dem Handy verschafft, entsteht ein großes Risiko, dass sensible Daten abgegriffen werden. Bei der Verwendung einer VPN-Lösung hätte ein Angreifer die Möglichkeit, sich von extern über den VPN-Tunnel Zugang zum gesamten internen Netzwerk zu verschaffen. Freigeschaltete Ports stehen dagegen für alle Internet-Nutzer offen. Für Systeme, die über diesen Port erreichbar sind, müssen bestimmte Vorkehrungen getroffen werden, um die Daten zu schützen. Außerdem sind zusätzliche Gateway-Lösungen nötig, um den Zugriff auf spezielle Nutzer oder Geräte zu beschränken. Die Secure WebBox hat die oben beschriebenen Probleme nicht. Durch eine intelligente und hochsichere Struktur (Security-by-design) geht die Secure WebBox beim Thema Sicherheit einen anderen Weg.

Welchen Weg geht die Secure WebBox beim Thema Sicherheit?

Stefan Heier: Wird die SWB eingesetzt, wird wie gesagt keine Verbindung von außen zur Anwendung im internen Netz aufgebaut. Damit erhalten weder die mobile Applikation noch der Cloud Safe eine direkte Verbindung zur Unternehmensanwendung. Im Falle eines Verlusts des mobilen Endgerätes hätte der Angreifer somit keinerlei Zugang zum Firmennetz und zur internen Anwendung. Er findet lediglich die userspezifischen Anwendungsdaten in verschlüsselten Containern vor. Der Datenverlust beschränkt sich außerdem nur auf die Daten, die sich in der mobilen Applikation befinden.

Welche Einsatzszenarios für Unternehmen sind denkbar?

Stefan Heier: Unsere Lösung richtet sich an Unternehmen, die mit besonders schützenswerten Daten arbeiten – das kann im Grunde jede Firma sein. Wir setzen unser Produkt beispielsweise seit einigen Jahren erfolgreich bei einem großen Automobilhersteller ein, aber auch in der Logistikbranche haben wir Kunden. Als Lösung eignet sich die Secure WebBox beispielsweise auch, wenn eine Schnittstellenlösung bereits vorhanden ist, die Kosten für eine Erweiterung aber sehr hoch sind. Oder wenn externe Mitarbeiter temporär Zugriff auf interne Daten bekommen sollen, das Unternehmen aber keine eigenständige Lösung aufbauen will oder kann. Der klare Fokus der SWB liegt auf dem Austausch von Daten, Datensätzen oder Datenstrukturen und weniger auf Dateien oder sehr großen Dokumenten.

Wie sieht es mit der Anbindung aus? Ist der Aufwand, die Secure WebBox in eine vorhandene IT-Infrastruktur einzubauen, sehr hoch?

Stefan Heier: Die Anbindung ist relativ einfach – wobei sich die Secure WebBox auf zwei verschiedene Arten implementieren lässt: Die native Vorgehensweise ist vor allem dann sinnvoll, wenn nur eine bzw. wenige mobile Applikationen angebunden werden sollen. Für Unternehmen, die mehrere mobile Applikationen mit unterschiedlichen Backend-Anwendungen haben bzw. in Zukunft haben möchten, gibt es eine zweite Variante: die Anbindung über unseren „Business Plugin Manager“. Über ihn lassen sich bestehende Webservices von Unternehmensanwendungen nutzen und innerhalb weniger Stunden bzw. weniger Tage anbinden. Diese Funktionalität erleichtert die App-Entwicklung vor allem in großen Unternehmen.

Können Sie uns etwas zu den Kosten sagen?

Stefan Heier: Die Secure WebBox ist vor allem für Unternehmen mit sensiblen und schützenswerten Daten eine sehr sinnvolle Investition. Da unsere Lösung auf den Kunden zugeschnitten wird und sich nach dem Bedarf und der vorhandenen IT-Infrastruktur richtet, beraten wir Unternehmen zunächst individuell und unverbindlich. Die Kostenersparnis gegenüber anderen Lösungen auf dem Markt ist teilweise beträchtlich.

Wie können Unternehmen auf Sie zugehen, um sich konkreter über das Produkt zu informieren?

Stefan Heier: Auf unserer Website www.twsoft.de sind weitere Informationen über unsere Lösungen und Erfolgsgeschichten zur Secure WebBox zu finden. Dort finden Sie auch ein Kontaktformular für Anfragen. Außerdem sind wir telefonisch oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Wir freuen uns darüber, dass immer mehr Unternehmen die Vorteile unserer Lösung erkennen und die Secure WebBox für ihren Bedarf einsetzen.

 

September 2020